Sannmann News: Vierländer Platte Tomate

Neuigkeiten aus der Demeter Gärtnerei Sannmann:

Vierländer Platte Tomate setzt Trend: Oft kopiert, nie erreicht

„Tomatenlese“ in der Gärtnerei Sannmann hat begonnen

Thomas Sannmann ist davon überzeugt: Die Vierländer Platte Tomate hat einen Trend ausgelöst. „Aus Italien kommen jetzt Neuzüchtungen, wie die Tomatensorte ‚Rebellion‘ auf den Markt, die der Vierländer Platte sehr ähnlich sind“, sagt der biodynamische Gemüsebauer aus Hamburg-Ochsenwerder.

An den typischen, sehr ursprünglichen Tomaten-Geschmack der Vierländer Platte, einer alten samenfesten Sorte aus dem 18. Jahrhundert, kämen die Neuschöpfungen aber nicht heran. Dieser entwickle sich – wie bei einem guten Wein – durch eine jahrzehntelange Standortanpassung und dem Terroire, dem Untergrund. In der Demeter Gärtnerei Sannmann ist es ein lehmiger Sandboden, locker und fruchtbar. „Mit selbsthergestelltem Kompost fördern wir zusätzlich den Humusaufbau für die optimale Ernährung der Tomatenpflanzen“, sagt Sannmann.

Nach vielen Regentagen hofft der Gärtnermeister jetzt auf reichlich Sonnenschein. „Dann können wir uns auf einen guten Jahrgang und reiche Ernte freuen“, so Thomas Sannmann. Diese Woche hat die „Tomatenlese“ begonnen, am Wochenende werden die ersten roten Exemplare der Traditionsfrucht Vierländer Platte von 10 bis 15 Uhr im Hofladen der Demeter Gärtnerei Sannmann, Ochsenwerder Norderdeich 50 angeboten.

Alte Gemüse-Sorten sind en vogue. Früher ein Geheimtipp feiern sie heute eine Renaissance. Aus Amerika schwappt der „ Heirloom-Trend“ nach Europa. Heirloom (engl.) bedeutet Erbstück und ist der Dachbegriff für alle alten Sorten, die länger als 50 Jahre auf dem Markt sind, bzw. zurückverfolgt werden können. Wie „Erbstücke“ wurden die Samen der alten Sorten von Generation zu Generation weitergegeben. „Unsere Vierländer Platte, eine mediterrane Sorte, die im 18.Jh. in den Vier- und Marschlanden angesiedelt wurde, ist so ein Erbstück“, sagt Thomas Sannmann. Das Saatgut habe er von einem alten Vierländer Gärtner bekommen. Seit 25 Jahren wird die samenfeste Vierländer Platte Tomate in der Gärtnerei am Ochsenwerder Norderdeich angebaut. „Wir selektieren die besten Früchte jedes Jahr und gewinnen das Saatgut aufwendig per Hand“, so der Gärtnermeister.

Thomas Sannmann begrüßt den Trend, alte samenfeste Sorten zu erhalten. Sie schmeckten besser – so wie richtige Tomaten früher. Es stehe aber nicht nur der Wunsch der Menschen nach mehr Geschmack und Sorten im Vordergrund, es sei weltweit gerade ein sehr politischer Prozess im Gange. „Die Menschen wollen selber entscheiden und sich nicht von der Saatgut-Industrie vorschreiben lassen, was sie essen sollen“, sagt Sannmann. Standard- und Einheitsprodukte wie die Longlife-Tomaten des konventionellen Erwerbsanbau würden dem Verbraucher nicht mehr schmecken.

DEMETER GÄRTNEREI SANNMANN
Ochsenwerder Norderdeich 50
21037 Hamburg

Telefon: (040) 7209964

Ist doch eine schöne Meldung von der demeter Gärtnerei Sannmann und vielleicht gehe ich auch am Samstag zu den Vierländer Platten. Probiert habe ich diese leckeren Tomaten übrigens schon letztes Jahr und sie sind wirklich köstlich.

Was hilft gegen Blattläuse

Blattläuse – Wo kommen Sie her?

Sie fallen im Frühjahr nicht plötzlich vom Himmel, die Blattläuse. Sondern sie überwintern, in der Regel als Ei, in Ritzen von Rinde oder anderen schadhaften Stellen an Bäumen und Sträuchern. Dort haben sie leichtes Spiel, wenn sie im Frühjahr aus ihren Eiern schlüpfen und den ganzen Sommer über für Nachwuchs sorgen, ganz ohne weitere Befruchtung.

Grüne Blattläuse auf JohannisbeerstrauchBlattläuse – Wie kann ich einem Befall vorbeugen?

Oberstes Gebot ist deshalb die Baum- und Strauchpflege. Stamm und Rinde sollten keine Verletzungen oder Schnittwunden aufweisen. Verschließt diese mit einem flüssigen Wundbalsam! Damit verhindert Ihr das Eindringen von Feuchtigkeit, Pilzen oder Parasiten, außerdem wird so die Wundheilung unterstützt.

Gesunde Pflanzen, die sich ausreichend mit Nährstoffen versorgen können, werden kaum von Blattläusen befallen. Wenn doch, können ihnen die Blattläuse im Allgemeinen nicht so viel anhaben. Sie verkraften in der Regel auch einen stärkeren Befall. Achtet außerdem auf die richtige Standortwahl und eine gute Bodenpflege. Schafft Lebensräume für natürliche Feinde wie z.B. Marienkäfer, Florfliege, Vögel und Fledermäuse.

Schneidet die Gehölze im Frühjahr richtig zurück, wodurch Ihr auch einen großen Teil der Blattlauseier loswerdet. Entfernt auch schwache, kränkliche Pflanzen, bevor diese zur Infektionsquelle für andere Pflanzen werden.

Achtet darauf, dass keine Ameisenkolonien in der Nähe eurer Gehölze leben, sie pflegen die Blattläuse besonders gut.

Woran erkenne ich einen Blattlausbefall?

Die Blätter kräuseln sich oder sind eingerollt und können sich nicht richtig entfalten. Besonders junge Blätter und Triebe sind in Gefahr. In der Folge wachsen die Pflanzenteile nicht richtig. Bei starkem Befall können die betroffenen Teile oder ganze Pflanzen absterben. Auf den Ausscheidungen der Blattläuse (Honigtauausscheidungen) können sich kleine Pilze ansiedeln.

Wie kann ich Blattläuse natürlich bekämpfen?

Mechanische Möglichkeiten

Ist die Zahl der Blattläuse noch überschaubar, könnt Ihr diese ablesen und zerdrücken. Oder Ihr spritzt die Blattläuse mit einem kräftigen Wasserstrahl ab. Achtet bitte immer darauf, die jungen Blätter und Triebe nicht zu beschädigen. Stark befallene Pflanzenteile könnt Ihr auch ganz zurück schneiden.

Nützlinge

Geeignete Nützlinge sind gefräßig und vertilgen große Mengen Blattläuse. So zum Beispiel der Marienkäfer und dessen Larven, wobei eine Larve 400-800 Blattläuse vertilgt. Oder die grazilen Florfliegen mit ihren durchsichtigen Flügeln, deren Larven verspeisen 200-500 Blattläuse und andere Schädlinge.

Sorgt für Überwinterungsmöglichkeiten eurer Nützlinge z.B. in Laubschichten, Rindenritzen oder einem kühlen Schuppen.

Bei der Verwendung von Nützlingen solltet Ihr auf keinen Fall Insektizide, Fungizide oder ölhaltige Mittel wie z.B. Rapsöl spritzen. Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen oder Schlupfwespen könnt Ihr auch bei verschiedenen ökologischen Anbietern kaufen und so in eurem Garten heimisch machen.

Ein Insektenhotel lockt ebenfalls Nützlinge in den Garten.

Mischkulturen

Säet oder pflanzt Kapuzinerkresse oder Gartenkresse als Mischkultur zu euren Tomaten und Obstbäumen. Auch sie schützen vor Blatt- und Blutläusen.

Detailfoto von Blattläusen auf jungen Blättern

Spritzmittel selbst hergestellt

Ihr könnt verschiedene Spritzbrühen selbst herstellen und damit die befallenen Pflanzenteile besprühen. Geeignet hierfür sind Brennnesseljauche, Adlerfarn-Jauche, Wermut-Jauche oder -Brühe. Setzt die Spritzbrühen vorschriftsmäßig an und verwendet diese in einem geeigneten Verdünnungsverhältnis.

Bei sehr starkem Befall kann man auch eine pflanzliche Schmierseifenlösung sprühen. Mit Rapsöl könnt Ihr einen Film aussprühen, der die Blattläuse erstickt.

Bei beiden Varianten können auch Nützlinge abgetötet werden. Wägt den Einsatz vorher genau ab. Auch Neem-Präparate eignen sich bei Blattlausbefall, sind erst ab ca. 20°C einsatzfähig.

Andere natürliche Mittel

Holzasche oder Gesteinsmehl könnt Ihr über die befallenen Pflanzen stäuben. Beides ist ungiftig, wobei das Gesteinsmehl die Atmungsorgane der Insekten verklebt und beim Einsatz von Nützlingen nicht verwendet werden sollte.

Biologische Pflanzenschutz-Präparate aus dem Handel

Im Handel findet sich eine große Auswahl an biologischen Pflanzenschutzprodukten. Informiert Euchh vor dem Kauf genau über Inhaltstoffe und Anwendung.

Neudorff® bietet eine große Auswahl umweltschonender Pflanzenschutz- und Pflanzenpflege-Produkte an. Hier findet Ihr auch Mittel gegen Blattläuse.

Aries® hat sich der Dünung, Pflanzenstärkung und Schädlingsvertreibung verschrieben. Mittel gegen Blattläuse findet Ihr aktuell nicht, dafür aber Insektenhotels, Nistkästen, Vogelhäuser oder Samenbomben.

Oscorna® stellt ein breites Sortiment an natürlichen Düngern und Bodenverbesserern her.

Außerdem gibt es das global agierende Unternehmen Scotts®, was mit den Produktlinien „Celaflor® Naturen® bzw. Substral® Naturen® eine komplett natürliche Range für Pflanzenschutz und –pflege“ (Originaltext Scotts®) anbietet. Leider ist auch Roundup® eine Marke von Scotts®, was bekannter Maßen nicht gerade zu den ökologischen Unkrautvernichtungsmitteln zählt. Wir verzichten deshalb auf diese Produkte.

Ganz neu auf dem Markt ist der Naturland zertifizirte, vegane Bio-Dünger KleePura, den wir in unserem Porträtt „Einfach grüner düngen mit KleePura“ ausführlich vorgestellt haben.

Wissen wo das Essen herkommt

Wollen wir das nicht alle: wissen, wo unser gutes Essen herkommt? Basiert unsere Einkaufs-Entscheidung auf fundierten Informationen oder spielt das Gefühl für einen ehrlichen Handel vielleicht eine gar nicht so kleine Rolle? Sicherlich ist es eine Mischung aus beiden Faktoren. Und die Grundsatzentscheidung, im Bio-Markt den Einkaufskorb zu füllen, garantiert uns schon mal ganz viel: Kein Gift beim Anbau, nur die wenigen unbedingt notwendigen und unbedenklichen Zusatzstoffe in der Verarbeitung, respektvoll-verantwortungsbewussten Umgang mit Mensch, Tier und Natur. Dafür sorgen strengste Kontrollen und die Überzeugung der Menschen, die Bio-Lebensmittel erzeugen. Aber seien wir ehrlich: wenn wir die Männer und Frauen sehen können, ihre Tiere, den Stall, die Weiden, verbindet uns das noch viel tiefer mit dem was wir essen. Deshalb kaufen viele auch so gerne direkt beim Bio-Bauern. Da dürfen die Kinder die Kühe streicheln, zaubern wohlig grunzende Schweine wirklich jedem ein Lächeln ins Gesicht und begrüßen die Hühner mit lautem Gegacker den Zaungast. Einkauf mit Erlebnischarakter. Geht nicht immer, geht nicht überall und ist noch nicht mal immer wirklich ökologisch sinnvoll (Stichwort Anfahrt). Deshalb ist es mir so wichtig, beim Einkauf im Bio-Markt erkennen zu können, welche Biographie mein Lebensmittel hat. Diesen Anspruch teile ich mit vielen. Vor allem Menschen, die Fleisch, Wurst, Milchprodukte kaufen, wollen sicher sein, dass die Tiere ein gutes Leben haben. Artgerechte Tierhaltung ist für 95 Prozent der Konsumenten der höchste Wert. Das zeigen Befragungen zum Einkaufsverhalten in schöner Regelmäßigkeit.

Königshofer, die Marke für Bio-Fleisch, -Wurstwaren und –Eier, hat die Herausforderung gut gelöst. Auch wenn die Lieferanten, also die Bio-Bauern, in ganz Deutschland verteilt sind, weiß ich genau, wo mein Ei, meine Salami, mein Putenschnitzel herkommen. Auf den Verpackungen der Waren von Königshofer steht nämlich immer der Erzeuger. Das kann bei den Hähnchen dann der Geflügelhof Matzlow sein oder bei den Eiern die Familie March im hessischen Biebertal. Die Puten hatten ihren Auslauf in Höltingshausen bei Familie Klaus, die Schweine sind echte „Ueckermünder Freilandsauen“ aus Grambin und die Rinder ziehen  gelassen über die kräuterreichen Flächen im Ökozentrum Werratal in Vachdorf. Und weil ich nicht überall hinfahren kann und will, stöbere ich dann auf der Homepage und sehe die Bäuerin, den Bauern, den Stall, die Tiere. Das verbindet mich mit dem was ich esse.

Bei aller Individualität garantiert Königshofer einen gemeinsamen Standard, ausgerichtet am Tierwohl. Dafür haben die Verbände Bioland, Demeter und Naturland einen Leitfaden erstellt, der das Wohlergehen der Tiere im Blick hat und den unabhängigen Kontrolleuren ein klares Bewerten nach einen transparenten Ampelsystem ermöglicht. Das Tierwohl sehen die Erzeuger nicht nur als ein Grundrecht, sondern als ihre Herzensangelegenheit. Sie sind sich einig im Bild der uralten Kulturgemeinschaft von Mensch und Tier, das auf Respekt und Zuneigung basiert und das Herzstück der ökologischen Kreislaufwirtschaft bildet.

So ist es dann selbstverständlich, dass für die Bio-Hennen maximale Stallgrößen mit 3000 Tieren gelten und Grünland als Auslauf offen steht. Auch die Königshofer Bio-Puten leben an der frischen Luft. Weil sie sich draußen bewegen können, Kräuter picken und den natürlichen Klimareizen begegnen, sind sie viel vitaler als andere. Antibiotika dürfen sowieso nicht vorbeugend gegeben werden, lieber setzen die Geflügelexperten auf Naturheilkunde und vor allem tagtäglich auf die achtsame Beobachtung ihrer Tiere. Die Rinderbauern halten genauso viele Tiere, wie ihr Land optimal mit eigenem Futter versorgen kann. So ist Bio-Rinderhaltung gut für den Klimaschutz und für den Erhalt der Kulturlandschaft. Die Mutterkuhherden leben soweit möglich ganzjährig auf den Weiden.

 

Bei den Schweinen hat viele Verbraucher die Kastration ohne Betäubung empört. Keine Sorge, das gibt es bei den Höfen der Königshofer nicht. Hier werden alle Ferkel unter Vollnarkose oder Lokalanästhesie kastriert. Schweine sind sehr gesellig und überaus intelligent. Das leben sie beim Wühlen und übermütigen Toben in der Gruppe in großen Ställen und den angrenzenden Ausläufen aus. Weil sie ausreichend Bewegung, Gesellschaft, viel Raum und artgerechtes Futter haben, bleibt aggressives Verhalten aus. Kupieren der Schwänze und Abschleifen der Zähne ist für Bio-Tiere verboten – und bei artgerechter Haltung auch gar nicht nötig. Das beweisen nicht zuletzt die Königshofer Betriebe, auf denen sich die Schweine wohlfühlen.

Unabhängig von den vorgeschriebenen Öko-Kontrollen, Tierarztbesuchen und den Tierwohl-Audits besucht die dennree-Qualitätskontrolle ihre Partnerhöfe der Marke Königshofer mehrmals jährlich persönlich. Weil ich all das jetzt weiß und anhand der Produkt-Etiketten nachverfolgen kann, passen Informationstiefe und gutes Gefühl doch bestens zusammen.